Bremen, 06.07.2026 – Viele Nachhaltigkeitsseiten großer Unternehmen wirken 2026 auf den ersten Blick gut gefüllt. Ziele, Berichte, Kennzahlen und Richtlinien sind vorhanden, doch nicht immer entsteht daraus ein klarer Zusammenhang. Genau hier setzt der CR Benchmark 2026 von den NetFed-Kollegen an und zeigt, dass Vollständigkeit allein noch keine starke Kommunikation macht.
Die Basisbausteine der Nachhaltigkeitskommunikation sind inzwischen bei nahezu allen großen Unternehmen vorhanden. 94 % veröffentlichen einen Nachhaltigkeitsbericht, 76 % integrieren ihn in den Geschäftsbericht und 32 % verankern Nachhaltigkeit sichtbar in der Konzernstrategie. Damit sind frühere Lücken deutlich kleiner geworden, die eigentliche Herausforderung liegt heute aber stärker in der Einordnung und Verständlichkeit der Inhalte.
Besonders deutlich wird das bei der strategischen Verankerung. Nur knapp ein Drittel der Unternehmen zeigt sichtbar, welche Rolle Nachhaltigkeit für Konzernstrategie und Geschäftsmodell tatsächlich spielt. Oft stehen einzelne Themen nebeneinander, statt ein zusammenhängendes Bild zu ergeben. Aus einer vollständigen Sammlung wird so noch keine überzeugende Erzählung.
Auch bei der Content-Logik zeigt sich ein klarer Trend: Berichte, Zeitstempel und regulatorische Bezüge sind stark ausgebaut, während redaktionelle Magazine, aktuelle Beiträge und nutzerführende Einstiege an Bedeutung verlieren. Nur 8 % betreiben noch ein CR-Magazin oder einen CR-Blog. Wer einen Nachweis sucht, wird fündig – wer verstehen will, bekommt oft zu wenig Hilfe.
Ein weiteres Thema ist Künstliche Intelligenz. Nur 24 % der Unternehmen zeigen Leitlinien zum Umgang mit KI, obwohl das Thema Prozesse, Datenarbeit und Content-Produktion zunehmend beeinflusst. Damit wird KI auch für die CR-Kommunikation zu einem relevanten Verantwortungsthema.
Die guten Beispiele im Benchmark machen zugleich deutlich, worauf es ankommt: Nicht mehr Themen, sondern bessere Verknüpfung. Nicht nur Berichte, sondern auch Einstiege. Nicht nur Zahlen, sondern Kontext. Genau darin liegt die Aufgabe für die CR-Kommunikation 2026.
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